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Art Trip an die Seine gefällig? Das kann leicht ausufern. Denn auch nach Tagen oder gar Wochen zwischen neuen Museen, schrägen Vorort-Galerien und Atelierbesuchen heißt es wohl: Längst nicht alles gesehen!

Soeben durch Cézannes Garten spaziert und den besonderen Sog genossen, den das Licht der Provence sogar im Inneren einer ehemaligen Pariser Gießerei entfalten kann: als strohgelbes Flimmern, das acht Meter bis zur Decke der Halle hinaufschnellt. Gesprenkelt mit Orangen, später geflutet von den fleischrosa Leibern nackter Badender. Das Atelier des Lumiéres, in dem einst Marine-Metallteile gegossen wurden und das vor wenigen Jahren als Zentrum für Digitale Kunst eröffnete, lässt in Projektionen großer Werke eintauchen, Auge über Hals über Kopf. 

Das fasziniert auch im Rahmen einer weiteren Show, die den Kandinsky-Kosmos durchmisst, eine Odyssee der Abstraktion“, wie es im Untertitel heißt. Eine Odyssee der Kunst verspricht ja auch Paris selbst – und lotet dabei von Jahr zu Jahr neu und mit langem, heißem Atem neue Gefilde aus. Cyber-Art, Net-Art oder interaktive Kunst? Einschlägig Interessierte können das im Atelier des Lumiéres vielleicht spontan entstandene Interesse an Kulturstätten wie La Bellevilloise oder Le Centquatre, die sich ebenfalls dem Thema Lichtkreationen widmen, vertiefen. Das im Südwesten der Stadt in Issy-les-Moulineaux gelegene Le Cube, Experimentalstätte für Digitale Kunst, schlägt in eine ähnliche Kerbe. 

Sichtbeton-Papst

In einer Stadt wie Paris, in der neue Kunstmuseen, Galerien und Art Districs in atemberaubendem Tempo metamorphosieren, ist diese Dichte ganz normal. Höchst vielfältig ist aber auch die Palette der Vermittlung: Musealer Rahmen, Kunst-Dependance im Kaufhaus, gar auf Tuchfühlung mit Malern im Atelierbetrieb oder artaffiner City Walk – das wäre bloß ein grober Scan der Möglichkeiten. Frank O. Gehrys futuristisches gläsernes Segelboot im Bois de Boulogne, die neue Pariser Architektur-Ikone der Fondation Louis Vuitton, ist da kein schlechter Einstieg. Ein anderer Stararchitekt, der Sichtbeton-Papst Tadao Andō, schuf im Rahmen eines jüngeren Umbaus der alten Pariser Börse einen ähnlich feinen Rahmen für die legendäre Pinault Collection. Und die Annäherung an das vor einigen Jahren umgebaute Art-déco-Gebäude des Musée d’Art Modern de Paris ist bereits aufgrund der Lage ein malerischer Hochgenuss: Den Eiffelturm zur Rechten, die Seine zu Füßen – am besten genießt man beides bei Café Crème im Terrassencafé. 

Magie der Mäzene 

Mehr als eine Verschnaufpause ist freilich kaum drin. Paris hält Kunsttiger am Pirschen. Da lockt die ewige Passion von Männern, die es plötzlich gelüstet, ihre Privatsammlung öffentlich zu machen. Die Anfang des Jahres in Aubervilliers, einem Vorort im Norden der Hauptstadt, eröffnete Fondation Cherqui ist so ein Fall – und beeindruckt mit 5.000 Werken aus dem Genre der Kinetischen und Optischen Kunst, die der Wissenschaftler Jean Cherqui seit den Fünfzigern zusammengetragen hatte. Mäzene und Privatinitiativen bereichern die Pariser Kunstszene seit jeher: Françoise und Jean-Philippe Billarant haben sich etwa für einen Getreidespeicher von 1948 begeistert und zeigen im so entstandenen Silo zeitgenössische Kunst. 

Kunst-Marathon

Und klar: Paris hat man gesehen, bevor man jemals hier war. Schließlich haben die besten Künstler und Fotografen seit Jahrhunderten Bildwerbung betrieben, und so sind wesentliche Facetten der Stadt fest im Kopf verankert: die Platanen und Avenuen, das regennasse Kopfsteinpflaster kleiner Gassen, über das gefallenes Herbstlaub im Schatten der Steine von Saint-Germain-des-Prés seine eigenen Bilder komponiert. Das Gesamtkunstwerk Paris erschließt sich auch en passant beim Durchstreifen der Stadt. An öffentlichen Kunstwerken herrscht da kein Mangel, und manche ragen als lieb gewordene Orientierungspunkte heraus, auch als Botschafter einer weiteren Wendung im ewigen Fluss des künstlerischen Ausdrucks. César Baldaccinis riesiger lebensecht wirkender Daumen vor La Défense ist Teil der Open-Air-Galerie La Défense Art Collection. Jean Tinguelys und Niki de Saint-Phalles Igor-Stravinsky-Brunnen vor dem Centre Pompidou, der dem Neorealismus eine Bresche schlägt. Claes Oldenburgs Statement in Form jenes riesigen Fahrradpedals samt Lenkstange, die halb vergraben im Parc de la Villette aufragen – und so von der Pop-Art-Ära erzählen. Oder Daniel Burens 3.000 Quadratmeter umspannende Skulptur Deux Plateaux im Innenhof des Palais Royal. 30 moderne Skulpturen säumen heute das Ufer der Seine – etwa von Brâncuși, und nahe dem Institute du Monde Arab wurde im Jardin Tino Rossi das auf Frischluftkunst abbonierte Musée de la Sculpture en plein air eröffnet. Wer mit der App My Paris Street Art“ unterwegs ist, begegnet hier aber auch Häusern, die sich in Bansky- oder Miss.Tic-Leinwände verwandelt haben – Paris ist ja auch ein heißer Favorit dieser urbanen Kunstform. Man kann den Ban-lieue-Kunstraum Ivry-sur-Seine aber auch kuratiert durchforsten und hat dann mit der Galerie Fernand Léger einen kompetenten Partner: Sie offeriert vier Rundgänge zu über 50 Kunstwerken dieses Außenbezirks. 

Artist-in-Residence-Route

Termin vor einer polygonalen Struktur, die Gustave Eiffel 1900 als Weinpavillon entworfen hat und die heute 50 Artists in Residence beherbergt: La Ruche – auf Deutsch: der Bienenkorb – ist kein schlechter Start für jene Atelierbesuche, die an ausgewählten Tagen Kontakt zu den Künstler-Communities bescheren. Etwa den Ateliers d’Artistes de Belleville – aktuell die größte Künstlergemeinde in Paris – oder den reizvollen Innenhöfen in Les Ateliers du Père Lachaise associésan an der rue de Bagnolet sowie den Ateliers de Ménilmontant. Les Frigos, ein ehemaliges Kühlhaus von 1921, das nun von rund 100 Künstlern genutzt wird, vermittelt neben künstlerischen Positionen freilich auch eine Binsenweisheit. Sie lautet: Kunst kann man bekanntlich auch kaufen. Die im Grand Palais verortete FIAC – die größte Kunstmesse der Welt – wird das samt zahlreicher Satellitenausstellungen auch kommenden Oktober (21. – 23. 10.) eindrucksvoll belegen. Thaddaeus Ropac ist ohnehin am Posten – seine 5.000 Quadratmeter große Dependance in den Räumen einer ehemaligen Eisenhütte im nordöstlichen Stadtteil Pantin zählt zu den spannendsten Galerieeröffnungen der letzten Zeit.

chevalblanc​.com
leroyalmonceau​.com
dfs​.com
benoitcastel​.com
lacoupole​-paris​.com

Reitkunst unterm Eiffelturm

Spektakulärer kann man Tradition, Eleganz und Präzision wohl nicht verbinden. Beim Longines Paris Eiffel Jumping macht die internationale Elite der Springreiter direkt Station am Fuß des Eiffelturms. Vor unglaublicher Kulisse geben Reiter und Pferde ihr Bestes und werden dabei nicht nur von den begeisterten Zuschauern, sondern vor allem von den Hightech-Zeitmessern von Longines genau beobachtet – eine Verbindung zum Pferdesport, die bereits seit 1878 besteht. Damals produzierte Longines einen Chronographen, auf dem ein Jockey mit seinem Rennpferd eingraviert war. Nur drei Jahre später wurde Hightech von Longines bereits zur Zeitmessung auf amerikanischen Rennbahnen eingesetzt. 1912 wurde die Schweizer Traditionsmarke erstmals offizieller Zeitnehmer bei ‑einem internationalen Springreitturnier. Unzählige weitere sollten folgen – in den Disziplinen Springreiten, Flachrennen, Vielseitigkeit und Endurance. Das Longines Paris Eiffel Jumping ist dabei ein absolutes Highlight der Longines Global Champions Tour und ein Must-see für Paris-Besucher. 

Longines Paris Eiffel Jumping
24. – 26. Juni 2022 
pariseiffeljumping​.com

Bewegte Einblicke — Longines Paris Eiffel Jumping

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10. Februar 2023 Design ohne Titel

Über Gletscher und Grachten

Unsere Redaktion verrät ihre Reiseträume und Tipps.

Mira Waas – Social Media

Mein Traumreiseziel ist Island, da es ein Land voller atemberaubender Naturschönheiten und Abenteuer ist. Von heißen Quellen und beeindruckenden Wasserfällen bis hin zu imposanten Gletschern und Vulkanschluchten, es gibt so viele Gründe, warum ein Besuch in Island eine unvergessliche Erfahrung sein wird. Einer der größten Reize Islands ist für mich die unberührte Natur. Das Land ist voll von faszinierenden Landschaften, die sich perfekt für Wandern und Outdoor-Aktivitäten eignen. Ein besonderes Highlight ist die Wanderung auf einen der vielen Vulkane, die Island zu bieten hat. Ein weiterer großer Pluspunkt für mich ist die Möglichkeit, die atemberaubenden Nordlichter zu sehen. Während der Wintermonate bietet Island die perfekte Gelegenheit, das natürliche Schauspiel des Polarlichts zu beobachten. Insgesamt ist Island ein unglaublich vielfältiges Land, das es wert ist, besucht zu werden. Egal ob man sich für Natur, Abenteuer oder Entspannung interessieren, Island hat für jeden etwas zu bieten.

Lieblingsort: Ich habe kürzlich eine Reise nach Amsterdam unternommen und war begeistert von der Schönheit und dem Charme der Stadt. Eines der Highlights meiner Reise war eine Grachtenfahrt durch die Altstadt. Es war unglaublich, die vielen Brücken und farbenfrohen Häuser aus einer anderen Perspektive zu sehen. Ein weiteres Highlight ist der Besuch des Van-Gogh-Museums. Das Museum beherbergt einige der berühmtesten Werke des Künstlers, darunter auch Gemälde wie Sonnenblumen” und Sternennacht”. Es ist beeindruckend, die Entwicklung seines Schaffens zu verfolgen und mehr über sein Leben zu erfahren. Insgesamt war Amsterdam eine wunderschöne und faszinierende Stadt, die ich jedem empfehlen würde zu besuchen. Ich freue mich schon auf meine nächste Reise zurück in die Stadt der Grachten und Museen.

Lieblingshotel: Übernachten auf einem Hausboot ist eine einzigartige und unvergessliche Erfahrung. Es bietet die Möglichkeit, die Schönheit der Umgebung aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen, während man gleichzeitig die Annehmlichkeiten eines Zuhauses genießt. Es ist auch eine besonders romantische Art zu übernachten, besonders wenn man in einer malerischen Umgebung wie den Grachten Amsterdams ist.

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10. Dezember 2020 Eis Getty Images 613948294

Auftauen mit Eis

Wie man rund um die Welt die Faszination der Eiskristalle am besten erlebt. Eisige Fakten inklusive.

Frozen Margarita oder Long Island Ice Tea, was haben coole Drinks gemeinsam? Ohne Eis wären sie eine ziemlich laue Angelegenheit. Eis bringt Spaß ins Glas und Leben in die Bude: Ohne Eis gäbe es keine traditionellen Biergärten. Die entstanden über Eiskellern von Brauereien. Im Winter wurde Eis aus gefrorenen Seen geschlagen und hielt das Bier den Sommer über kühl, Kastanienbäume spendeten Schatten. Daran sollte man sich erinnern, wenn einen mal wieder der Winterblues überkommt. Gefrorenes Wasser ist ohnehin viel zu faszinierend für Frust und Schmäh.

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15. Dezember 2022 Michi 1

Traumhaft Reisen

Unsere Redaktion verrät ihre Reiseträume und Tipps.

Michaela Veit-Wailzer – Chefredaktion


Ich liebe es zu Reisen, neue Eindrücke zu sammeln und unerwartete Erfahrungen zu machen! Als begeisterte Reiterin und Tierliebhaberin dürfen daher auch tierische Begegnungen nicht fehlen. Schwimmen mit Walhaien, Spielen mit Delphinen, Schnorcheln mit Mantas, Tiger streicheln, Elefanten füttern, Isländerpferde in ihrer Heimat reiten durfte ich schon erleben. Träume gibt es aber viele:

Meine Reise-Bucket List:

  • Namibia / Die faszinierenden Wildpferde in spektakulärer Natur bewundern.
  • Uganda / Einmal Aug in Aug mit einem Berggorilla.
  • Australien / Mit coolem Sound die Great Ocean Road entlang düsen. 

Lieblingsort: Die unendlichen Weiten Afrikas und ein Platz am Meer: Ob Hawai, Karibik, Malediven oder gerne auch Italien, Kroatien, Griechenland. Hauptsache man hört das Rauschen und spürt die Weite. Wenn dann noch eine Stadt in der Nähe ist, ist mein Reiseglück perfekt: Sydney, Kopenhagen, Nizza, Miami, Hamburg. Schöner kann man urbanes Flair nicht genießen.

Lieblingshotel: Ulusaba Lodge – Rock Lodge. Mit diesem Hotel verbinde ich ganz besondere Momente und ein Gefühl absoluter Freiheit.
Einer meiner liebsten Plätze am Meer: Mykonos
Und auch gerne mal Basic: Mount Everest Base Camp, Masai Camp in Tansania oder Palast in Indien. Besonders diese Erfahrungen bleiben einem ewig in Erinnerung. 

Lieblingsort in Österreich: Ein Kaffee an einem See, Hauptsache mit Blick aufs Wasser. Und im Winter überall dort, wo man Skifahren und frische Bergluft schnuppern kann.

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