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Christian Woschitz, President CEE bei ZTE, ist der Experte, wenn es um internationale Netzwerklösungen geht. Ein Talk über den Glasfaser-Trend in Österreich.

ZTE ist Technologieführer – welchen Stellenwert nimmt dabei Glasfaser ein?

Glasfasertechnologie ist DIE Zukunftstechnologie. Sie bildet die Grundlage der Netz-Infrastruktur, also auch im mobilen Bereich, sprich 5G, umfasst aber auch das Equipment bis hin ins Wohnzimmer der Endkund:innen. Im Festnetzbereich ist der Technologiesprung von Kupfer zu Glasfaser gewaltig – das betrifft nicht nur die Performance, sondern unter anderem auch die Emissionen und den Stromverbrauch. Die Anforderungen digitaler Anwendungen steigen seit Jahren exponentiell; entsprechend wichtig ist auch die Gigabitanbindung von privaten Haushalten. Für Unternehmen entwickelt sich die verfügbare Bandbreite immer stärker zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor: Ohne Gigabitanbindung, ob im mobilen oder im Festnetzbereich, ist die Geschäftstätigkeit in vielen Sektoren undenkbar. 

Was macht diese Technologie so spannend für Sie?

Glasfasertechnologie und seine aktiven und passiven Komponenten bilden de facto die Grundlage von Digitalisierung und globaler Konnektivität. Wir tragen mit unserer Technologie maßgeblich zum Internet of Everything“ bei – das ist spannend und zugleich herausfordernd, da die technologische Entwicklung sehr dynamisch ist. ZTE investiert jährlich mehr als 17% seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung und hat weltweit über 85.000 Patente angemeldet, um die Technologieführerschaft nicht nur zu behaupten, sondern auch im Dienste der Kund:innen und Partner:innen auszubauen. 

Was bedeutet Glasfaser für Datenübertragung?

Bei der Glasfaserkommunikation werden die Daten in Form von Licht­impulsen übertragen, die durch den Kern der Glasfasern laufen. Der Kern ist von einer Mantelschicht umgeben, die einen niedrigeren Brechungsindex hat, so dass die Lichtsignale innerhalb der Fasern geleitet und gehalten werden können. Glasfaserkabel haben im Vergleich zu Kupferkabeln eine viel grö­ßere Bandbreite. Sie können eine große Datenmenge über große Entfernungen viel schneller übertragen, ohne dass die Signalqualität beeinträchtigt wird. Diese hohe Bandbreite ermöglicht die Übertragung großer Datenmengen – z. B. von hochauflösenden Videos – in Echtzeit. Glasfasertechnologie ist weniger störungsanfällig und von Natur aus sicher, da keine elektro­magnetischen Signale ausgestrahlt werden, die leicht abgefangen werden können. Außerdem werden Glasfasern nicht durch Umweltfaktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit oder atmosphärische Bedingungen beeinträchtigt. Diese Zuverlässigkeit gewährleistet eine konsistente und ununterbrochene Datenübertragung. Ein weiterer Vorteil ist die Skalierbarkeit: Glasfasersysteme sind in hohem Maße skalierbar und können steigende Bandbreitenanforderungen durch das Hinzufügen weiterer Fasern oder ein Upgrade der Ausrüstung an den Endpunkten erfüllen. Diese Flexibilität macht Glasfasern zu einer zukunftssicheren Lösung, die sich an die ständig wachsenden Anforderungen datenintensiver Anwendungen anpassen kann.


Die Entwicklung unserer Produkte ist ein kontinuierlicher Prozess, der uns antreibt, die Technologie von morgen schon heute zu gestalten.“ — Christian Woschitz

Was macht es technisch möglich?

Glasfaser ist eine Schlüsseltechnologie unserer Zeit. Sie bildet den Grundstein für das Internet of Everything und damit die Art und Weise, wie unsere Gesellschaft bereits heute, aber auch in Zukunft interagieren und kommunizieren wird — neben der Vernetzung der Menschen geht es vor allem auch um die Vernetzung von Maschinen und Systemen. Glasfaserkabel sind das Rückgrat moderner Telekommunikationsnetze, die Sprach‑, Daten- und Videoübertragungen unterstützen. Sie ermöglichen qualitativ hochwertige Sprachanrufe, hochauflösende Videokonferenzen und die Bereitstellung von Multi­media-Inhalten. Glasfasern erleichtern auch die Einführung fortschrittlicher Tele­kommunikationstechnologien wie 5G- Netzwerke und Internet-of-Things (IoT)-Konnektivität: Interkontinentale und transozeanische Kommunikation, Daten- und Rechenzentren, medizinische Bildgebung, Sensorik, Mess- und Überwachungssysteme, Smart Grids – all das wäre ohne Glasfaser nicht möglich. Es werden stätig neue Anwendungsgebiete erschlossen, sei es Virtual oder Augmented Reality oder die Optimierung von industriellen Prozessen in Bereichen wie der Landwirtschaft, dem Manufacturing, in der Qualitätskontrolle, aber auch bei jeglicher Art von (Fern-)Steuerung in der Logistik, etwa auf Flughäfen oder Hafen­terminals. Das Anwendungspotenzial ist schier unerschöpflich. 

Welche spannenden Fakten zum Thema beeindrucken Sie?

Dass die Entwicklung rasant weitergeht und im Gegensatz zu alternativen Technologien (DSL, DOCSIS) keine Sättigung oder Abflachung zu erkennen ist. Glasfaser gilt als zukunfts­sichere Technologie, und das ist angesichts des disruptiven technologischen Fortschritts selten geworden. Ihre hohe Bandbreite und Geschwindigkeit gewährleistet, dass sie den ständig wachsenden Anforderungen der Datenübertragung in den kommenden Jahren gerecht werden kann. Dieser Aspekt ist spannend, denn er verspricht kontinuierliche Fortschritte und Möglichkeiten für noch tiefgreifendere, transformative Technologien in der Zukunft.

Welche Technologie stellt ZTE konkret bereit?

Im Glasfaserbereich unterstützen wir unsere Partner bei der Planung & Errichtung von FTTH-Infrastruktur, liefern aktives Equipment für Telekombetreiber und haben auch ein breites Portfolio an Endkunden-Devices: Vom Modem über unzählige Smart Devices bis zu Smartphones kann ZTE die gesamte Wertschöpfungskette beliefern. Gerade bei den aktiven Komponenten im Glasfaserausbau ist ZTE führend im Bereich 50GPON-Technologie — 50 steht dabei für eine Datenübertragung von 50 Gigabyte pro Sekunde. Diese Technologie pilotieren wir bereits in Österreich. Damit ermöglichen wir deutlich höhere Geschwindigkeiten für die steigenden Anforderungen der Kund:innen und ihrer Anwendungen. Der Datenverkehr pro Glasfaser-Anschluss steigt unaufhaltsam – laut Schätzungen von ETNO wird der durchschnittliche Datenverbrauch 2023 pro Anschluss etwa 450 GB/​Monat erreichen. 

Was bedeutet Glasfaser für den Business-Alltag?

Die XGS-PON-Technologie bietet eine bemerkenswerte Lösung, indem sie eine symmetrische 10G-Bandbreite bereitstellt. Diese Fähigkeit erfüllt die Anforderungen verschiedener innovativer Dienste wie Fernunterricht, Cloud Network-Attached Storage (NAS) und hochauflösendes Livestreaming mit hoher Bandbreite sowohl im Up- als auch im Downlink. Derzeit haben bereits über 234 Betreiber in 57 Ländern Gigabit-Dienste eingeführt, was die globale Reichweite und Wirkung dieser Hochgeschwindigkeitsverbindungen deutlich zeigt.

Vielen Dank für das Gespräch!

Christian Woschitz

ist President für Central Eastern Europe ZTE und damit auch für die Agenden von ZTE Austria zuständig. Er steht damit an der Spitze des österreichischen Ablegers des globalen Technologieführers ZTE Corporation. Als globaler Anbieter und führender Entwickler modernster Telekommunikationstechnik und Netzwerklösungen ist ZTE etwa auch Exklusiv-Ausrüster für Hutchison/​Drei für das Netz in Österreich.

Die Produktpalette von ZTE Austria umfasst verschiedene Technologielösungen und Produkte im Bereich der Telekommunikation. Zu den Hauptprodukten gehört die Mobilfunk-Netzwerkausrüstung, Glasfasertechnologie, Endgeräte wie Smartphones und Router und Unternehmenslösungen. Die Produktpalette von ZTE Austria wird kontinuierlich weiterentwickelt, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und innovative Technologien anzubieten.

ztedevices​.com

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21. Juli 2020 Klaus Burka c Caio Kaufmann

Erfolg mit Geschmack

Back to the roots. Das ist das Erfolgsrezept des Kultgetränks Sauguata Gin“. Hinter der österreichischen Spirituose steckt unter anderen der Wiener Rechtsanwalt Dr. Klaus Burka. Er verrät, wie man vor und mit Leidenschaft brennt.

Zwischen Verträgen, Kodex und Gesetzestexten stehen ein paar Gin-Flaschen. Passt nicht zusammen? Stimmt, aber beides sind die Welten von Dr. Klaus Burka. Der Wiener ist nicht nur erfolgreicher Rechtsanwalt und Immobilienverwalter, sondern auch Schöpfer der Spirituose Sauguata Gin“, die seit eineinhalb Jahren den Getränkemarkt aufmischt und beim Falstaff Spirits-Tasting kürzlich als bester Gin prämiert wurde. Im Biz Talk gewährt uns Dr. Klaus Burka Einblicke in die Lebenswelten eines innovativen Unternehmers und sympathischen Gin-Liebhabers.

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05. November 2020 New Luginbuehl

Flauschfaktor

Streichelweich und ziemlich clever: Seit über 25 Jahren sorgt Arnold Luginbühl mit Lamas, Alpakas und ­Rentieren für internationalen ­Fauna-Touch in den Schweizer Alpen.

Die idyllische Gemeinde Aeschi bei Spiez liegt im Schweizer Kanton Bern. Grüne Wälder, beschauliche Bauernhöfe, üppige Felder und grasende Milchkühe prägen das Bild – und seit 1994 auch Lamas, Alpakas und Rentiere. Die Erweiterung der Fauna hat die Ortschaft nahe des Thunersees dem Forstwart und Tierzüchter Arnold Luginbühl zu verdanken. Jahrelang kümmerte er sich um die Waldbestände, bis es ihn 1991 hinaus in die Welt zog. Ein Jahr lang ging er auf Weltreise, die ihn unter anderem auch nach Kanada führte. Um sich die Reise zu finanzieren, nahm er vor Ort immer wieder Jobs an. In Kanada heuerte er für eine Saison als Holzfäller an. Der Nachbar besaß Lamas, und bei der ersten Begegnung mit den flauschigen Zeitgenossen, die ursprünglich aus den Anden stammen, war es um Luginbühl geschehen.

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15. Dezember 2020 New Martin Grunwald Haptiklabor c Felix Adler

Berührendes Wissen

Unbegreiflich ist für Haptikforscher Martin Grunwald nichts. Der Wahrnehmungspsychologe weiß, wie sich die Welt anfühlen muss, damit sie uns gefällt.

Zwischen Bohrmaschinen, Drähten und allerhand anderen Gerätschaften ragt in der Ecke ein kleiner Schreibtisch hervor. Kaum zu glauben, dass hier international renommierte Pionierarbeit in Sachen Haptikforschung geleistet wird. Und zwar von Prof. Dr. Dipl.-Psych. Martin Grunwald, der an der Universität Leipzig sein Haptic Research Laboratory eingerichtet hat. Mit seinem engagierten Team erforscht der deutsche Wahrnehmungspsychologe den Tastsinn und seine essenzielle Bedeutung für unser Leben. Und zwar mit einzigartigen Maschinen Marke Eigenbau: Denn obwohl der Tastsinn als der Ursinn jeglichen biologischen Lebens betrachtet werden kann, gilt er in der Wissenschaft immer noch als Randthema. Dabei ist das Wissen darüber in den unterschiedlichsten Bereichen von großer Bedeutung: von der Kosmetikindustrie, die die perfekte Textur sucht, bis zu neuen Ansätzen in der Neonatal-Medizin oder Körpertherapien bei Magersucht. Und natürlich ist auch in Zeiten von Corona Grunwalds Wissen gefragt. 

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