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Gabriele Saeidi-Razavi veranstaltet außergewöhnliche Stadtspaziergänge durch Wien, passend zum Seelenleben der Donaumetropole.

Schon mal zum Vormerken für die Zeit nach den Lockdowns: Bei einem Verlängerten in den weichen Polstersesseln und in einer Zeitung versinken, während die Welt an den großen Fenstern des altehrwürdigen Kaffeehauses vorbeizieht, und anschließend ein Spaziergang durch die Stadt vorbei an der Statue von Maria Theresia, der Kapuzinergruft, weiter zum Stock-im-Eisen und vorbei an Stephansdom und der Pestsäule am Graben. 

Gabriele Saeidi-Razavi führt durch die Stadt und direkt hinein ins Seelenleben von Wien.

Hier führt einen der Weg nicht nur durch die Innenstadt von Wien, sondern bringt einem auch direkt die Wiener Seele näher. Ein Gespür für die Besonderheiten der österreichischen Hauptstadt und seiner Bewohner beweist auch Gabriele Saeidi-Razavi. Im Jahr 2017 machte sie sich mit ihrem Firmen-Baby Gabi Tours“ selbstständig und erzählt seither jedem, der sie hören und erleben will, ihre Geschichten über Wien. Nach einem Geschichtestudium an der Universität Wien arbeitete sie zunächst in unterschiedlichen Branchen. Doch ihre überaus große Leidenschaft für Geschichte und Geschichten konnte sie in keinem dieser Berufe so wirklich ausleben.

Lehrgänge mit Tiefgang

So entschloss sie sich 2013 für die Ausbildung zur Fremdenführerin in Wien. Wobei die Bezeichnung Fremdenführerin“ bei dem Publikum, das ihre Touren bucht, meist gar nicht so recht passt. Natürlich begeben sich auch Städtereisende aus Deutschland und der Schweiz auf die Spur der Wiener Geschichte, doch der Großteil der Buchungen kommt von Wienern selbst und Besuchern aus den Bundesländern. Und wie würde eine Wien-Expertin wie Saeidi-Razavi diese Stadt in drei Worten beschreiben? Aufgeschlossen, abwechslungsreich und morbid.“ Letzterem Thema widmet sich auch der beliebteste Lehrgang“ im Repertoire von Gabi Tours“. 

Aufgeschlossen, abwechslungsreich und morbid. So lässt sich Wien in drei Worten beschreiben.” Gabriele Saeidi-Razavi

Unter dem Titel Der Zentralfriedhof bei Nacht – eine Führung zum Fürchten“ begibt man sich mit Taschenlampen auf Erkundungstour auf einem der größten Friedhöfe Europas. Neben den Geschichten zum Fürchten gibt es hier aber auch einiges zum Schmunzeln und Staunen zu hören. Die Wiener begegnen dem Tod mit sehr viel Respekt, sie lachen ihm aber schon auch gern schallend ins Gesicht. Der morbide Wiener Humor ist dabei eine besondere Form, mit diesem schwierigen Thema, dem Tod, fertig zu werden. Ich konnte mir daher gut vorstellen, dass es den Wienern gut gefallen würde, den Wiener Zentralfriedhof im wahrsten Sinne des Wortes in einem anderen Licht zu betrachten“, erklärt die Fremdenführerin.

Humor auf Hochtour

Dass man schwierigen Zeiten am besten mit Humor begegnet, hat sich Gabriele Saeidi-Razavi auch angesichts der aktuellen Situation zu Herzen genommen und Themen wie etwa Epidemien, die die Menschen zurzeit beschäftigen, in ihre Touren einfließen lassen. Jede Tour beginnt für die Fremdenführerin aus Leidenschaft mit einem Geistesblitz, der sie elektrisiert und nicht mehr loslässt. Oder sie schnappt irgendwo eine interessante Geschichte auf und beginnt zu der Materie penibel zu recherchieren. Recherchieren und lesen sind eigentlich die Hauptbeschäftigungen von Fremdenführern. Nicht ganz umsonst sind wir Fremdenführer daher als Lexika auf zwei Beinen verschrien“, erzählt ‑Saeidi-Razavi augenzwinkernd. 

Recherchieren und lesen sind eigentlich die Hauptbeschäftigungen von Fremdenführern.” Gabriele Saeidi-Razavi

Ideenreiche Entdeckungstouren

Nach der ausführlichen Recherche und ergänzenden Gesprächen mit anderen Experten stellt sie ihre Touren fertig und macht dann gern Testläufe mit ihrem Ehemann, Freunden und Familie. Dabei erkennt sie, ob Passagen in ihren Erzählungen für die Zuhörer, die mit dem Thema nicht vertraut sind, ebenso schlüssig sind wie für sie. Derzeit hat sie neben der nächtlichen Tour am Zentralfriedhof und dem Rundgang zum Thema Epidemien Führungen in der Wiener Kapuzinergruft sowie zu den Themen Wiener Sagen, Stephansdom, Schloss Schönbrunn, jüdisches Wien, weltliche und geistliche Schatzkammern und zu starken österreichischen Frauen im Programm. Einmal im Jahr geht es zudem auf Entdeckungstour durch die Grinzinger Weinberge. An neuen Ideen wird natürlich auch schon fleißig gefeilt: an spektakulären Verbrechen oder dem Wurstelprater beispielsweise. Gabriele Saeidi-Razavi kann es nach den Einschränkungen der letzten Zeit kaum erwarten, Interessierten ihre Geschichten zu erzählen und die Begeisterung für die Wiener Seele zu wecken.

Touren & Informationen

Nähere Informationen zu den Touren findet man unter gabitours​.at

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10.Dezember.2020 New knizia c Koenneke

Global Player

Warum Reiner Knizia seine Karriere als Topmanager eines Konzerns mit Milliardenumsatz lustvoll aufs Spiel setzte.

Ein Spieleabend mit Freunden und der Familie ist ein Abend voller Emotionen – Lachen, angestrengtes Nachdenken, intensives Beraten, strategische Überlegungen und manchmal auch Ärger. Gerade in den letzten Monaten, als wir alle viel Zeit zu Hause verbringen mussten, haben Spiele aller Art eine Renaissance erfahren. Wirklich aus der Mode gekommen sind die klassischen Brettspiele aber eigentlich nie, und in Zeiten, in denen die meisten Menschen viele Stunden pro Tag vor einem Bildschirm verbringen, ist das haptische und emotionale Erlebnis eines Brettspiels ein willkommener Ausgleich. Oft sitzt man vor dem Regelbuch eines solchen Spiels und fragt sich bewundernd, wer auf eine solch geniale Idee kommt. 

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31.März.2022 3 Heimo Wagner c Barbara Zapfl

Wertvolle Tradition

Uhren und Schmuck sind ­Heimo Wagners Expertise. Ein Talk über Loyalität, Handwerk und ­abgesagte Eheringkäufe.


Nach so vielen Jahren im Geschäft. Nimmt man die Besonderheit von Uhren & Schmuck noch wahr?
Auf jeden Fall! Ich liebe meinen ­Beruf über alles und gehe jeden Tag mit ­neuer Freude ins Geschäft. Da wird der Anblick nie selbstverständlich. Und außerdem ändert sich unser Sortiment ständig. Ich bin immer für Neues zu ­haben, langweilig wird es nicht. Und mit diesem neu gestalteten Präsentationsraum für Events, exklusive Beratungen etc. ­haben wir noch mehr Raum für schöne Dinge geschaffen.

Sie sind in einer Juweliersfamilie aufgewachsen, 1964 wurde das erste Geschäft in Graz gegründet. Gibt es da noch spezielle Erinnerungen, die Sie bis heute prägen?
1964 ist ein sehr besonderes Jahr für mich, da es ja auch mein Geburtsjahr ist. Meine Eltern haben damals das ­Geschäft in der Innenstadt von Graz gegründet und seit 1980 bin ich Eigentümer. Mein Vater ist früh verstorben, somit habe ich bereits mit 16 Jahren das Geschäft übernommen. Was mir von meinen Eltern besonders in Erinnerung geblieben ist, ist die Loyalität den Mitarbeitern gegenüber. Sehr viele unserer Mitarbeiter haben bei uns gelernt und sind bei uns in Pension gegangen. Diesen Weg führe ich bis heute fort. 

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14.Jänner.2021 Innovationsforscher Lukas Zenk weiß, wie Wissen im Kollektiv funktioniert.

Gemeinsame Klasse

Besonders in Zeiten komplexer Aufgaben und gesellschaftlicher Herausforderungen ist das Kollektiv gefragt. Wie auch die Wissenschaft aktuell beweist: Collective Mind“ nennt sich das Phänomen, dem sich Dr. Lukas Zenk mit einem dreijährigen Forschungsprojekt am Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement an der Donau-Universität Krems widmet. Wir trafen den Professor für Innovations- und Netzwerkforschung zum spannenden Science Talk.

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