Die Theatermacher
Eines ist sicher: Es wird ganz schön theatralisch zugehen im deutschen Pavillon.

Die Künstler Yael Bartana und Ersan Mondtag werden die historisch aufgeladene Architektur in den Giardini gemeinsam bespielen, und das ist nichts weniger als ein Coup. Die Israelin Bartana ist für Multimediainstallationen bekannt, die wie ihre Videotrilogie „And Europe Will Be Stunned“ 2011 für den polnischen Biennale-Pavillon gleichermaßen faszinieren wie polarisieren. Mondtag (er hat türkische Wurzeln) gilt als einer der aufregendsten jüngeren Regisseure des Landes und arbeitet zwischen den Feldern Theatern, Performance und Installation. Unter dem Titel „Thresholds“ werden in drei Szenarien Geschichte und Zukunft aus der Perspektive verschiedener künstlerischer Positionen.

Zwei der drei Szenarien werden von Bartana und Mondtag im deutschen Pavillon entwickelt, für das dritte sind die Künstler und Musiker Michael Akstaller, Nicole L‘Huillier, Robert Lippok und Jan St. Werner zuständig. Sie locken die Besucherinnen und Besucher auf die Insel La Certosa – und stellen dort der Monumentalität des Deutschen Pavillons ihr ganz eigenes Szenario entgegen.
deutscher-pavillon.org
Eigentlich ist das Erste, was beim Verlust des Gedächtnisses fortgeht, die Vorstellung von Zukunft. – Georgi Gospodinov, Zeitzuflucht
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